Wegekreuze

Bestandsaufnahme zwischen 1960 und 1964,
aufgenommen und gezeichnet von Georg Jakob Meyer, Trier

  1. Weggabel südlich des Dorfes, Nischenkreuz 2 m hoch von 1686
  2. Südlicher Ortsausgang, im Pfarrgarten, Basaltkreuz 90 cm, von 1764
  3. Südlicher Ortsausgang im Garten von H. Hammes, Basaltbalkenkreuz 63 cm hoch, vom Jahre 1764, Unfallkreuz
  4. Im Ort, Judengassen, Haus-Nr. 90, 1 m hoch, Balkenkreuz, Basalt von 1767
  5. Weg nach Landkern am Haus Nr. 94 a, Basaltkreuz 1,22 hoch, von 1767
  6. Weg nach Landkern am Steinbruch, Basaltkreuz 1 m hoch, Jak. Etzkorn
  7. Weg nach Wirfus, Nischenkreuz, 1,70 m hoch von 1621

Drei kleine Kreuze in und um Illerich

Am Ortseingang von Landkern her, steht vor dem ersten Haus links ein 1,20 m hohes Kreuz vom Jahre 1767. Im Schnittpunkt der Kreuzarme eine Pieta. 2 Werkstücke. Eisenklammern. Inschrift: „REINERT GILLES S.H.F.M.“ Darunter eine Hausmarke. Basalt schwarz. Der Volksmund erzählt, daß das Kreuz errichtet wurde zur Erinnerung an den Tod zweier Kinder, die sich auf dem Heimweg von Feldarbeiten befanden, dann in Streit gerieten, der schließlich zu Steinwürfen führte. Dabei trafen sie sich so unglücklich, daß beide tot blieben. Das Kreuz am Haus Nr. 90 ist für den zweiten Jungen errichtet. Guter Zustand.

Am Weg zur „Villa“ steht ein 60 cm hohes Basaltkreuz vom Jahre 1788; die Inschrift ist so beschädigt, daß sie nicht mehr gedeutet werden kann.

Das dritte Kreuz steht im Garten bei Haus-Nr. 76. Ein 70 cm hohes Basaltkreuz mit den Buchstaben: „M R“.

Drei kleine Kreuze im und beim Ort

Das Kreuz im Pfarrgarten. 1 m hoch, ist wahrscheinlich ein Grabkreuz oder aber ein Unglückskreuz. Zwischen der Inschrift „PETER EMRICH“ der ausgehauene Corpus, dessen Füße auf einem Totenkopf stehen. Die Jahreszahl dürfte 1764 lauten (auch 1769 ist möglich). Guter Zustand.

Das Kreuz vor dem Haus Nr. 90 (jetzt 101) ist aus schwarzem Basalt gehauen und mißt ohne Sockel 1 m. Der Sockel selbst ist 45 cm hoch und ist pyramidenstumpfförmig. Es scheint, daß das Kreuz früher einen längeren Schaft hatte. Die Geschichte ist (oben 102) wiedergegeben. Tod zweier Jungen im Streit.)

Das dritte Kreuz steht am Weg nach Landkern, am Steinbruch. Ein altes Basaltkreuz, stark beschädigt, (Eisenklammern) mit Corpus, der nur noch im Oberteil vorhanden ist. Inschrift: „JACOB ELTZKORN“. Er erinnert der Dorferzählung nach, an einen Bauern, der beim Pflügen verunglückte. Er hatte sich, alter Gewohnheit nach, die Leine beim Pflügen um den Leib geschlungen, als plötzlich die Ochsen bei einem plötzlich aufkommenden Gewitter scheuten und durchgingen. Dabei schleppten sie den Bauern der sich nicht mehr rechtzeitig lösen konnte, hinter sich her, wobei er so schwere Verletzungen erlitt, daß er daran starb.

Zwei hohe Schaftkreuze in der Nähe des Ortes

An der Wegkreuzung Illerich-Klotten-Illerich-Kail steht dieses 1,90 m hohe Schaftkreuz, aus Basalt, mit der Jahreszahl 1686. Im Schnittpunkt der Kreuzarme eine Flachnische. Inschrift: „JOHANNES ESPER“. Es erinnert an zwei Illericher Jungen, die in die Fremde zogen um dort ihr Glück zu finden und sich nach einem Jahr hier treffen wollten. Der eine der Brüder wartete nach Jahresfrist hier vergeblich auf den Bruder. Da er ihn für tot hielt, ließ er ihm hier ein Kreuz errichten.

Das zweite Kreuz ist ebenfalls ein Schaftkreuz mit Flachnische. Es stammt wie die Inschrift angibt vom Jahre 1707. Inschrift: „1707 BARTHOLMEVS V.S.HF. MARIA“. Darunter die Hausmarke. Das Kreuz ist aus Basalt gehauen und mißt 1,60 m. Es steht an der Straße nach Hambuch, 300 m von der Pommerbachbrücke.

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