Enderttal

Die Endert, auch Endertbach genannt, ist ein 22,3 km langer linker Nebenfluss der Mosel. Sie entspringt in der Eifel nordöstlich von Ulmen nahe der A48. Im Anschluss fließt sie in südöstlicher Richtung überwiegend abseits von Straßen durch ein enges Waldtal. In Cochem, der einzigen Ortschaft unmittelbar am Fluss, mündet der kleine Fluss in die Mosel.

Zu den Sehenswürdigkeiten an der Endert gehören im oberen Talabschnitt Martental die Wallfahrtskirche Maria Martental und der 7 Meter hohe Endertfall „Die Rausch“.

Im mittleren, zunehmend tief in die Eiffellandschaft eingeschnittenen Abschnitt fließt der Endertbach durch eine schluchtartige Szenerie. Der untere Talabschnitt wird überragt von der Ruine Winneburg und der den Mündungsbereich überschauenden Reichsburg Cochem.

Im unteren Talabschnitt folgt die Straße von Landkern nach Cochem (L98) dem Bachlauf. Der entlang der Endert verlaufende Wanderweg ist ein Teil des 75 km langen Karolingerwegs von Prüm nach Cochem.

Quelle: Wikipedia

Kloster Maria Martental

Die Wallfahrtskirche Maria Martental steht in Rheinland-Pfalz rund 1,5 km südlich von Leienkaul, Landkreis Cochem-Zell (bis 2004 Teil der Gemeinde Laubach), oberhalb dem Tal des Mosel-Zuflusses Endert.

Vermutlich um 1141 wurde Maria Mendartental (Martyldal) vom Augustinerchorherrenstift Springiersbach aus gegründet. Bezeugt sind dort zunächst Chorherren, die 1141 von Erzbischof Arnold I. einen Berg beim nahen Cochem-Sehl geschenkt bekamen.

Der römisch-deutsche König Konrad III. bzw. Papst Eugen III. bestätigten Springiersbach später seinen Besitz im valle martirum. 1211 stiftete der Trierer Erzbischof Johann I. eine ewige Lampe für den Hochaltar. Seit 1212 sind nur noch Augustinerinnen in Martental nachgewiesen. Wohl ihr recht ansehnlicher Besitz veranlasste Papst Bonifaz VIII., sie unter den besonderen Schutz des Kastorstifts in Karden zu stellen. Das Frauenstift erlangte keine größere Bedeutung. 1515 lebten dort nur noch zwei Chorfrauen. 1523 wurde das Stift daher von Papst Clemens VII. aufgehoben. Daraufhin zog Springiersbach eigenmächtig dessen Besitz ein, musste sich aber 1541 zum Lesen mehrerer Wochenmessen in Martental verpflichten. Das Siegel des Stifts zeigte eine Kreuzigungsgruppe. Die dortige Kapelle der 10.000 Märtyrer, die 1817 einstürzte, wurde zum Ziel einer Wallfahrt.

Der Redemptoristenpater Josef Tillmann kaufte 1905 das Grundstück und errichtete 1908 ein Klostergebäude mit Hauskapelle. Hier stellte er das alte Gnadenbild, eine Pietà, wieder auf. Er hatte sich die seelsorgerische Betreuung der örtlichen Bevölkerung zum Ziel gesetzt und bewirtschaftete das Anwesen mit einigen Laienbrüdern. Er gründete in Martental die Gesellschaft der göttlichen Liebe und gab das Sonntagsblatt Christliche Familie heraus. Als er 1918 starb, erhielten die Laienbrüder den klösterlichen Charakter der Anlage. 1927 übernahm die Priesterbruderschaft Herz-Jesu-Priester aus Sittard das Kloster. Sie erbauten 1934 eine neue Wallfahrtskirche. 1941 bis 1945 wurde die Anlage als Landdiensthof der Hitlerjugend zweckentfremdet. Die Herz-Jesu-Priester bauten das Kloster nach dem Krieg wieder auf. 1960 wurde die neue Kirche geweiht und 1973/74 erweitert. Die Wallfahrtsstätte, die am 15. September das Fest der Sieben Schmerzen Mariens als Patronatsfest mit einer Festwoche begeht, erfreut sich nach wie vor regen Zulaufs.

Offizielle Webseite des Klosters

Quelle: Wikipedia

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Die Winneburg

Die Winneburg, auch Winnenburg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf dem Gebiet der Stadt Cochem an der Mosel. Die Burg liegt in der Eifel gut 80 Meter über dem Tal des Endertbachs, der nur gut 2,5 Kilometer südöstlich bei der Stadt Cochem in die Mosel mündet. Die Burg gehört zur Stadt Cochem im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Die nächste Großstadt ist Koblenz, die etwa 40 Kilometer nordöstlich liegt.

Die Burg wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1304 als Eigentum eines Wirich von Wunnenbergs. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde die Burganlage stetig erweitert, blieb aber im Besitz der Herren von Wunnenberg (später Winneburg).

Nachdem dieses Geschlecht 1637 ausgestorben war, gelangte die Burg in der Mitte des 17. Jahrhunderts in den Besitz der Familie von Metternich.

1689 wurde die Burg im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekriegs von französischen Truppen belagert, eingenommen und gesprengt. Die Winneburg wurde fortan nicht wieder aufgebaut und blieb Ruine. Im Jahre 1832 kaufte Klemens Wenzel Lothar von Metternich die Burgruine, ein Wiederaufbau erfolgte aber nicht. Seit 1932 ist sie im Besitz der Stadt Cochem.

Das Erscheinungsbild der Burgruine wird heute dominiert von dem gut 22 Meter hohen runden Bergfried, der einen Durchmesser von 8,5 Metern aufweist. Er ist vom Moseltal aus gut sichtbar und steht steil auf einem Bergvorsprung über dem Tal des Endertbachs. Der Burgfelsen war noch bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Weinreben bestanden, besitzt heute aber einen dichten Mischwald. Der Aufstieg aus dem Tal zur Ruine ist steil und eher beschwerlich.

Die Burg wird von Norden her über eine Brücke betreten, die über einen teilweise wieder verschütteten Graben führt. In der weitläufigen Burganlage, die in den letzten Jahren wieder restauriert und somit vor dem weiteren Verfall bewahrt wurde, befinden sich noch zahlreiche deutlich aufragende Reste des Palas, weiterer Wohn- und Wirtschaftsgebäude, der Vorburg und der Ringmauer.

Die Ruine wird nicht bewirtschaftet und ist jederzeit frei zugänglich. Der Verein Winneburger Tross ist bestrebt, das mittelalterliche Leben auf einer Burg möglichst originalgetreu wiederzugeben und veranstaltet daher mehrmals jährlich Events auf der Winneburg und der Reichsburg Cochem.

Quelle: Wikipedia

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