In Sonnenland

Ortsgemeinde Illerich stellt Konzept vor

Den Strom aus der „Wesch“ nutzen und davon profitieren

Die Energiewende vor Ort leben: Das liegt der Ortsgemeinde Illerich am Herzen. Daher hat sie bereits eine Bürger-Energiegenossenschaft für die Finanzierung einer Photovoltaik-Anlage auf Gemeindeboden gegründet. Gemeinsam mit den Experten der Energiebranche stellte Ortsbürgermeister Helmut Braunschädel nun ein Konzept vor, das die Nutzung des in der Anlage erzeugten Stroms vorsieht. Dabei wurde ein Automatismus deutlich: Je mehr Illericher Strom aus der Anlage beziehen, umso größer wird die Dividende für die Mitglieder der Bürgerenergiegenossenschaft ausfallen.

Thomas Rink, Geschäftsführer der Firma RENEW aus Kaisersesch, präsentierte gemeinsam mit Martin Voigt vom Ökostrom-Versorger Grünstromwerk aus Hamburg das Konzept. RENEW hat die Illericher Anlage „In der Wesch“ gebaut, demnächst geht sie ans Netz. 700.000 kw/H Strom werden demnächst in etwa den Illerichern aus eigener Erzeugung pro Jahr zur Verfügung stehen.

Hier entsteht künftig der „Wesch-Strom“ für alle Illericher: Die Photovoltaikanlage soll ohne Wenn und Aber ein Bürger-Projekt im Rahmen der Energiewende werden.

Thomas Rink hat für die Ortsgemeinde bundesweit den Markt der Stromversorger nach dem optimalen Partner für die Vermarktung der neu entstehenden Energie sondiert. Die Firma Grünstromwerk aus Hamburg hat sich dabei als Unternehmen mit den besten Konditionen für Illerich gezeigt. Konkret heißt dies: Wenn der Versorger den Strom aus der Illericher Anlage kauft und vermarktet, dann steigt die Vergütung für die Energieeinspeisung für die Genossenschaft von 9,19 Cent/kWh für den Betreiber durch eine zusätzliche Bonuszahlung auf 10 Cent/kWh.  Dies entspricht einer Erhöhung der Wertsteigerung von 8,8%. Und genau dies kommt den Genossenschaftsmitgliedern in Form einer höheren Dividende letztlich zugute.

Der Versorger Grünstromwerk wird versuchen, die Stromkunden mit einem Regionaltarif  in einem Umkreis von 20 km um Illerich zu finden. Ziel ist die Gewinnung von 700 Stromkunden – dann wäre das Verhältnis aus eigenproduzierter Energie und eigener Nutzung durch Kunden vor Ort  wirtschaftlich nahezu optimal. Der Tarif wird in jedem Falle günstiger als beim Grundversorger sein. Auch Gewerbebetriebe können Kunde werden.

„Wir wollen die Energiewende zum Nutzen aller unserer Bürger umsetzen. Mit dem genossenschaftlichen Gedanken sowie dem Prinzip der Vermarktung vor Ort tun wir genau dies“, unterstreicht Ortsbürgermeister Helmut Braunschädel. Für Thomas Rink ist die Nutzung des selbst produzierten Stroms für die Bürgerinnen und Bürger auch ein Stück Verlässlichkeit in Sachen Strompreis: „Mit der Nutzung des Stroms aus der eigenen Anlage wappnet man sich letztlich auch gegen galoppierende Strompreiserhöhungen durch das EEG und weitere Faktoren. Das ist eine doppelte Gewinnersituation für ganz Illerich – und es ist in der Tat eine saubere Energiewende, die den Menschen ohne jeden Umweg nutzt.“

Am 22. Mai wird die Bürgerenergiegenossenschaft Illerich in einer weiteren Info-Veranstaltung die Bedingungen für die Mitgliedschaft sowie weitere wirtschaftliche Grundlagen vorstellen. Helmut Braunschädel nahm Erfreuliches vorweg: Eine Mitgliedschaft wird sich jeder Bürger leisten können.

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