In Vereine

Die Geschichte des Junggesellenvereins Illerich

Es war an einem Augusttage des Jahres 1889, als unter der Regie des damaligen Pfarrers Alfons Stiff mit Unterstützung von Johann Thönnes, Peter Junglas, Josef Krämer I., Jakob Wilhelmy, Josef Heibert, Joh. Pauly, Johann Kraemer, Jakob Gilles, Jakob Michels, Georg Gilles, Jakob Pauly, Matthias Thönnes, Johann Schmitz, Johann Paulen, Peter Diederichs, Josef Schneider, Josef Pauly, Johann Kremer, Josef Sesterhenn, Jakob Krämer, Georg Krämer, Peter Frank und Josef Krämer II. dem Verein Name und Satzung gegeben wurden. Josef Krämer I., Peter Junglas und Johann Thönnes wurden in den Vorstand berufen.

In den Statuten heißt es:
„Sinn und Zweck des Vereins ist, unter der Dorfjugend
die Einigkeit, Geselligkeit und Kameradschaft zu waren und zu fördern,
der Heimat Ehre und Ruhm zu halten und zu mehren“.

So kommt das Jahr 1914. Eine Jugend war in der Zwischenzeit nachgerückt, hatte das Werk der Gründer übernommen und man rüstete zum 25. Jubiläum. Doch es kam der 1. Weltkrieg. Erst fünf Jahre später im Jahre 1919, konnten die aus dem Weltkrieg Zurückgekehrten in stillem Gedenken an die gefallenen Kameraden das 25-jährige Bestehen feiern.

Die Zeit eilt weiter. Die Jugend hält dem Verein die Treue, ausscheidende Mitglieder bleiben auch weiterhin dem Verein verbunden. Es kommt das Jahr 1929. Vierzig Jahre sind bereits vergangen, und nun gilt es, das 40. Jubiläum zu feiern. Der Vorstand Alois Henzgen, August Emmerich und Peter Sesterhenn als Präsident planen und wägen; sie scheuen keine Mühe, auf daß es ein großes Fest werden möge. Dem Vorstand treu zur Seite standen die Ehrenmitglieder und Vereinsmitbegründer Johann Thönnes, Josef Krämer II, Johann Schmitz und Jakob Krämer. Das festliche Begehen des 40. Jubelfestes ist und bleibt ein Lichtblick im Vereinsgeschehen.

Die damalige Mitgliederliste weist folgende Namen auf: Peter Heibert, Josef Junglas, Albert Emmerich, Peter Welsch, August Emmerich, Anton Krämer, Andreas Thönnes, Eduard Sesterhenn, Matthias Gilles, Nikolaus Ternes, Johann Wiersch, Alois Kraemer, Josef Pauly, Anton Sänger, Franz Juchem, Franz Gilles, Franz Lauxen, Alois Gilles, Paul Thönnes, Peter Lorenz, Richard Frank, Peter Mohr, Johann Gilles, Anton Henzgen, Engelbert Diederichs, Reinhard Ternes, Hermann Johann, Michael Henzgen, Peter Sesterhenn, Alois Henzgen, Matthias Krämer, August Schneider, Wilhelm Wilhelmy, Johann Krämer, Edmund Schmitz, Paul Krämer und Jakob Emmerich.

Nun ging man dem Jahre 1933 entgegen. Die braunen Marschierer sangen: „Die Straße frei“ und „Wir sind die Herren der Welt“. Wie alle Vereine, so wurde auch der Junggesellenverein verboten. Was aber legal verboten ist, muß nun im Verborgenen weitergeführt werden. Doch dann beginnt der 2. Weltkrieg. Abermals hält der Tod reiche Ernte unter den Vereinsmitgliedern. Es starben auf dem Felde der Ehre: Peter Welsch, Konrad Krämer, Jakob Wiersch, Felix Michels, Anton Bleser, Franz Bleser, Jakob Juchem, Paul Ternes, Jakob Schaden, Paul Schmitz, Heinrich Heucher, Ewald Sesterhenn, Peter Mohrs und Matthias Juchem.

Wie ein Phönix jung aus der Asche steigt, so steigt auch der Junggesellenverein aus der Illegalität heraus. In der Versammlung im September 1949 erfolgt die Wiederbegründung, aufgebaut auf die alten Statuten vom Jahre 1889. Unter dem Vorsitz von Präsident Franz Johann und dem Vorstand Edmund Krämer, Ewald Krämer, Josef Kraemer und Albert Kraemer, werden als Mitglieder in den Verein aufgenommen: Martin Michels, Ernst Krämer, Paul Krämer, Alex Krämer, Helmut Krämer, Gustav Bleser, Gerhard Wilhelmi II, Oskar Wilhelmi, Theo Krämer, Rudolf Thönnes, Peter Thönnes II, Nikolaus Thönnes, Josef Wiersch, Theo Junglas, Jakob Junglas, Günter Junglas, Eduard Gilles, Alois Wilhelmy I, Peter Thönnes, Hermann Schaden, Rudi Schmitz, Walter Krämer, Erich Mohr, Werner Mohr, Ewald Reichert, Paul Mohrs, Arnold Krämer, Arnold Kläs, Herbert Krämer, Alois Schmitz, Ewald Schmitz, Alex Mohr, Alfons Krämer, Anton Lauxen, Alois Junglas, Hermann Lauxen, Erich Krämer, Alois Krämer Lind als Ehrenmitglieder Josef Krämer II, Peter Heibert, Paul Krämer, August Emmerich.

Im Mai 1950 konnte der Verein mit einem glanzvollen Fest, unter Beteiligung vieler Brudervereine und Gästen aus Nah und Fern sein 60-jähriges Bestehen feiern. Dieses Fest gestalteten mit als Ehrendamen Elisabeth Schneider, Paula Emmerich, Maria Lemaire, Cäcilia Emmerich, Thekla Schnitzler, Paula Wiersch, Elisabeth Bleser, Pauline Wilhelmi, Agatha Thönnes, Pauline Thönnes, Katharina Michels, Thekla Junglas, Therese Lauxen, Hildegard Gilles und Maria Heibert.

Im Mai. 1965 feierte der Verein, unter dem Vorsitzenden Winfried Welsch, das 75. Stiftungsfest. Die Veranstaltung wurde am Samstagabend (15. Mai) mit einem Fackelzug und anschließendem Tanz im Saale Johann eingeleitet. Am Sonntag war um 6 Uhr Wecken und um 9 Uhr Amt für die Gefallenen des Jungesellenvereins. Am frühen Nachmittag wurden die Brudervereine abgeholt. Gegen 15.30 bewegte sich der Festzug durch den Ort, dabei ehrte man die Gefallenen am Ehrenmal. Ab 16 Uhr war Tanz im Festsaal.

Im Jahre 1978 wurde der Verein aufgrund mangelnder Beteiligung an Vereinsaktivitäten aufgelöst und hat leider bis zum heutigen Tage keinen Nachfolger gefunden.

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